1. Mai 2012

1. Mai 2012

Vorabenddemo Fürth
30.04.
19.​00 Uhr
Obstmarkt/Rathaus
Infos+Aufruf unter:
alf.blogsport.de


revolutionäre 01. Mai Demo Nürnberg

11.30h Bauerngasse
Infos+Aufruf unter:
redside.tk

1. Mai 2012 in Hof
Neonaziaufmarsch verhindern!
Infos+Aufruf unter:
aahof.blogsport.eu

Das Feiertagsgesetz Schachmatt setzen!


Wegen dem Protest der Kirchen werden die Mittelfränkischen Schachmeisterschaften in Weißenburg nur bis Gründonnerstag dauern. Wir sind der Ansicht das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut der Demokratie und steht über dem Feiertagsgesetz. Dies am Karfreitag nicht zuzulassen ist eine Nichtrespektierung der Bedürfnisse von Nichtchristen sowie Schachbegeisterten. Von einer toleranten Kirche erwarten wir mehr. Schach hat nichts mit Krach und Remmidemmi zu tun.

Auch wir sind für einen einkaufsfreien Sonntag, aber nicht wegen irgendwelchen Glaubensdogmen, sondern aus arbeitsrechtlichen Gründen zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen. Dies bedeutet allerdings auch konkret nicht alle Aktivitäten an Feiertagen über einen Kamm zu scheren. An Feiertagen sollte für die Menschen die Entspannung, aber auch die freie Wahl der eigenen Freizeitgestaltung im Mittelpunkt stehen dürfen. Bei den christlichen Kirchen scheint es beim Ersteren stehen zu bleiben.

Wir stehen für eine klare Trennung von Staat und Kirche ein. Der Glauben ist eine Privatsache. Dies bedeutet beidseitige Grenzen zwischen den Anliegen zweier von vielen Glaubensgemeinschaften in Deutschland zu akzeptieren, aber auch seitens der Glaubensgemeinschaften den öffentlichen Frieden zu den Bedürfnissen und Anliegen von beispielsweise Schachbegeisterten zu tolerieren.

Mit der Kundgebung soll auch auf die klare Verfehlung seitens der Stadtverwaltung mit OB Schröppel an Ihrer Spitze verwiesen werden. Ohne eine demokratische Diskussion und Abstimmung mit den politischen Kräften in Weißenburg wurde die Entscheidung getroffen die Mittelfränkischen Schachmeisterschaften einzuschränken. Als Messlatte wurde die Zustimmung der Kirchen zugelassen. Wir wollen wissen wieso ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister entgegen dem Geist der Vernunft und Aufklärung den kirchlichen Institutionen soviel Macht zugesteht?

Wir rufen also auf mit Schachbrettern, Schachfiguren und Schachspieler/innen gegen diesen Affront der christlichen Kirchen sowie der Stadtverwaltung ein Zeichen zu setzen.

Wir hoffen auf die Respektierung dieses Anliegens durch die Kirchen und setzen auf Stille und Konzentration bei einer guten Partie Schach. Wir sind uns sicher Gottesdienst sowie Schach werden problemlos ungestört am gleichen Tag nebeneinander durchführbar sein.

Kommt also am Karfreitag, von 15.00 – 17.00 Uhr, auf den Martin-Luther-Platz in Weißenburg und setzt uns Schachmatt!

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg, DIE LINKE Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach, Netzwerk Linker AktivistInnen, Deutscher Freidenker Verband Nürnberg

Update 03.04.12 – unsere Kundgebung wird genehmigt!

Letzte INFOS zu M31 Frankfurt/Main

Start: Sa. 31.03.2012 – 14:00 – Hauptbahnhof – Frankfurt/Main

Infotelefon: 0176 – 51 67 29 90 (ab 31.03 / ab 11 Uhr aktiv)

Pennplatzbörse: 0178 – 80 15 599 (ab 31.03 / ab 11 Uhr aktiv)

Twitter-Account des Infobüros: @m31ffm

EA: 0160 – 95 65 74 26 (EA Frankfurt)

Infopoints:

1. Studierenhaus (Café KOZ) (Pennplatzbörse)
2. Faites votre jeu! (Klapperfeldstr. 5) (13h-19h)



Spendenkonto für M31:

Die Mobilisierung kostet viel Geld, deswegen haben wir ein Spendenkonto eingerichtet über dass ihr direkt M31 supporten könnt!

Begünstiger: FAU
Bank: Postbank Stuttgart
BLZ: 600 100 70
Konto: 301 290 707
Zweck: ”Soli-Frankfurt“
IBAN Papierformat: DE79 6001 0070 0301 2907 07
IBAN elektronisch: DE79600100700301290707
BIC/SWIFT: PBNKDEFF600

Nazis hatten in Weißenburg keine Chance


Für vergangenen Samstag, 10.03.12 meldete die Jugendorganisation der neofaschistischen NPD eine Kundgebung am Weißenburger Marktplatz an. Die Anmeldung der Nazis erfolgte wohl schon am Mittwoch zuvor. Erst am Freitag wurde auch das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen über die Anmeldung der Jungen Nationaldemokraten (JN) informiert und meldete als Reaktion darauf sofort eine
Gegenkundgebung, auf der Südseite des Marktplatzes, unter dem Motto „Nazis raus aus unserer Stadt!“ an. Alle verfügbaren Netzwerke wurden schnellstmöglich aktiviert. Die Mobilisierung von Gegenkräften war vollends erfolgreich, versammelten sich gegen 10.30 Uhr am Samstag morgen bereits über 300 Menschen, um sich der braunen Propaganda in den Weg zu stellen. Die Nazis ließen jedoch lange auf sich warten, wurde doch die neonazistische Kundgebung für den Zeitraum von 11.00 – 19.00 Uhr angemeldet.

Gegen 14.30 Uhr betrat dann eine Gruppe von knapp 30 Nazis die Nordseite des Weißenburger Marktplatzes, woraufhin sie von drei Seiten mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert von vielen hundert NazigegnerInnen in Empfang genommen wurden. Die Faschisten hatten gehofft, aufgrund ihrer kurzfristigen Anmeldung und dem späten Beginn, auf wenige GegendemonstrantInnen zu treffen. Gegen das gut organisierte Landkreisbündnis, mit seinen zahlreichen BündnispartnerInnen und überregionalen Kontakten, hatten sie jedoch keinerlei Chance.

Sven Diem (links) mit Marcel Maderer

Unter den auf dem Marktplatz aufgelaufenen Nazis befanden sich unter anderem Sven Diem, „Stützpunktleiter“ JN Franken/ Oberpfalz und Aktivist der Division Franken aus Roth, Jens Rüttiger, ebenfalls Division Franken aus Hohenroth und Ralf Ollert, Stadtrat der rassistischen Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA) und Landesvorsitzender der NPD aus Nürnberg. Angemeldet hatte das Fascho-Treffen Marcel Maderer aus Forchheim. Außerdem beteiligten sich wie erwartet Aktivisten einer Weißenburger neonazistischen Kameradschaft an der Kundgebung. Die Weißenburger Nazis trugen schwarze Fahnen mit sich, auf denen in altdeutscher Schrift Weißenburg zu lesen war, außerdem wurden mehrere Reichsflaggen und zwei Transparente gezeigt.

Roman S. (vorne) aus Pleinfeld

Die Neonazis mussten ihre Kundgebung mehrmals wegen des immensen Lärmpensum unterbrechen, diesem waren sie während ihrer gesamten Kundgebung ausgesetzt. Der Versuch die Lautstärke des mitgebrachten Lautsprechers zu erhöhen scheiterte kläglich. Die Faschisten standen schließlich vor dem „Problem“, ihre eigenen Redebeiträge nicht zu verstehen. Sie beschwerten sich bei der Polizei über die lauten Proteste und kündigten zudem an, gegen den Anmelder der Gegenkundgebung Anzeige erstatten zu wollen.

Nazis versuchen GegendemonstrantInnen anzugreifen

Als der Pleinfelder FN-WUG-Aktivist und Anti-Anitfa Fotograf Roman S. ans Mikro trat und die Losung „Kameraden an die Front!“ ausgab, stürmten alle Nazis, wie wohl bereits im Vorfeld verabredet, zu den GegendemonstrantInnen. Insgesamt versuchten die Faschisten drei mal organisiert die protestierenden AntifaschistInnen anzugreifen. Die Polizei musste sie jedes mal wieder zurückdrängen. Spätestens jetzt hätte die Versammlung der Nazis aufgelöst gehört! Journalisten und Fotografen wurden zudem immer wieder bei ihrer Arbeit massiv behindert und bedrängt. Ein Sprecher des Landkreisbündnis wurde von einem Aktivisten der neonazistischen FN-WUG mit dem Tode bedroht.

Vorne in rot Martin B. (Weißenburg) daneben mit Fahne Josi W. (Treuchtlingen)

Vor allem auswärtige PolizistInnen, insbesondere das Unterstützungskommando (USK), ging repressiv und mehrmals brutal gegen einzelne AntifaschistInnen vor. Die vier, laut Pressestelle der Polizei Mittelfranken, kurzzeitig in Haft genommenen NazigegnerInnen waren alle bis zum Abend wieder frei. Sie wurden teils Erkennungsdienstlich behandelt. Von den gewalttätigen NeofaschistInnen, die wiederholt DemonstrantInnen angriffen und oftmals komplett vermummt auftraten, wurde niemand festgenommen. Hingegen wurden GenossInnen, trotz den Anti-Antifa Aktivitäten von Roman S. und Martin B. (Weißenburg), mehrmals dazu gedrängt sich zu entmummen. Beide Neofaschisten fotografierten mehrmals provokativ aus wenigen Metern Entfernung.

Die Nazi-Kundgebung – ganz links steht Ralf Ollert

Gegen 18.00 Uhr beendeten die Nazis ihre desaströse Versammlung und zogen, nachdem sie sich wie Zirkusclowns verbeugt hatten, wieder ab. Gegen 20.30 Uhr trafen sich die Nazis in Treuchtlingen erneut, um dort eine Spontandemonstration mit Fackeln durchzuführen. Diese wurde mit dem lautstarken Protest in Weißenburg begründet. Ob der „Spontane-Charakter“ der Demonstration wirklich erfüllt war, darf getrost bezweifelt werden – die JN hat bereits am Freitag auf ihrer Facebook-Seite verkündet mit Fackeln anzureisen. Wir gehen also davon aus, dass von Beginn an eine Spontandemo mit eingeplant war. Die Neonazis zogen mit Reichsflaggen und neonazistische Parolen brüllend an einer Schule vorbei, dabei wurde wie in Weißenburg das Transparent „Wir sind keine Terroristen“ gezeigt.

Der Protest in Weißenburg kann als ein voller Erfolg betrachtet werden, aufgrund der lautstarken Gegenproteste vieler hunderter AntifaschistInnen, hatten Nazis nicht den Hauch einer Chance.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Kundgebung bei den Nazis zum internen Streit geführt hat. So tauchte folgender Kommentar auf einer Nazi-Seite auf:

“(…)alles hat irgendwann eine Grenze. Wenn Kameraden so verheizt werden wie in Weißenburg. Wenn Sven nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, dann hat der NPD-Landesvorsitzende seine Erfahrung in die Wagschale zu werfen und muss eingreifen. Alles andere ist schäbiges, kameradenfeindliches Agieren. Dass der Lärmpegel nach der kurzen Pause gesunken sei, kannst du nur vom Hörensagen durch einen Falschinformanten wissen. Wo warst du denn dann überhaupt. Kaum haben wir wieder angefangen war der Lärm so laut, dass man fast sein eigenes Wort nicht verstanden hat (…) Und das Hampelmännchen Sven wird bald nicht mehr MEIN Stützpunktleiter sein, weil ich auf ihn und den dämlichen Ollert keinen Bock mehr hab. Und, das kann ich dir auch versichern, da bin ich nicht der einzigste (…) Wie sollen wir denn jemals Erfolge feiern und besser werden, wenn wir jedesmal unsere Niederlagen als Erfolg glorifizieren? (…)”

Der vergangene Samstag wurde für die Faschisten zum Desaster, unser engagierter antifaschistischer Widerstand war erfolgreich!

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda! Weder in Weißenburg noch anderswo!

Sven Diem (links) mit Marcel Maderer
Sven Diem (links) mit Marcel Maderer


Roman S. (vorne) aus Pleinfeld


Nazis versuchen GegendemonstrantInnen anzugreifen


Vorne in rot Martin B. (Weißenburg) daneben mit Fahne Josi W. (Treuchtlingen)


Die Nazi-Kundgebung – ganz links steht Ralf Ollert

Die komletten Fotos können unter solidweissenburg.wordpress.com in der groß Ansicht angeschaut werden.

Antifa in die Offensive!

DEMO
Samstag 31.03
14.30 Uhr Aufseßplatz
Nürnberg


Die Medien waren voll davon: Eine blutige Spur rassistischen Hasses hat die Naziterrororganisation „NSU“ durch die BRD gezogen, allein in Nürnberg wurden drei Migranten umgebracht – organisatorisch und finanziell gefördert durch den Verfassungsschutz. Wir halten es nicht für eine peinliche „Panne“ der staatlichen Behörden dass die Mordserie der Nazis so stattfinden konnte. Der VS ist weder taub noch blind, sondern ganz einfach rechts. Nach Bekanntwerden der „NSU“ Morde kam es in Nürnberg/Fürth und in der Region zu mehreren Anschlägen auf Autos von AntifaschistInnen und einen linken Stadtteilladen durch Nazis. Und das ohne Angst vor juristischen Konsequenzen – die Polizei war kein einziges Mal dazu bereit ernsthafte Ermittlungen aufzunehmen. Die bayrische militante Naziszene, organisiert vor allem im „Freien Netz Süd“ (FNS), verfügt über gute Kontakte zum „Thüringer Heimatschutz“, der politischen Heimat der rechten “Einzeltäter“ des „NSU“. Dass das FNS mehr ist als eine Internetseite wird jedoch von Seiten des Verfassungsschutz geleugnet. Nazis entstehen jedoch nicht aus dem nichts heraus. Faschistischer Ideologie wird der gesellschaftliche Nährboden beispielsweise durch rassistische Hetze der großen Parteien bereitet. Die Ideologie der Nazis stellt die Zuspitzung der kapitalistischen Einteilung der Menschen in verwertbar und wertlos dar. Vermiesen wir den Nazis jede Gelegenheit ihr widerwärtiges Weltbild zu verbreiten! Sagen wir gemeinsam und entschlossen Nazis und ihren UnterstützerInnen den Kampf an! Für eine starke antifaschistische und antikapitalistische Bewegung!

Nazistrukturen Bekämpfen! Verfassungsschutz Abschaffen!
Antifa in die Offensive!
Demonstration am 31.3.2012 in Nürnberg! 14:30 Aufseßplatz
Kundgebung am 31.03.2012 in Erlangen ! 12:00 Hugenottenplat

Bundesweite Demonstration am 31. März in Frankfurt „european day of action against capitalism“



Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus
31. März 2012
14:00 – Hauptbahnhof – Frankfurt/Main

INFOS unter:
march31.net


Aufruf

Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

Die Krise hat System

Die kapitalistische Globalisierung der vergangenen Jahrzehnte hat die Konkurrenz der Unternehmen und Standorte intensiviert. Alle führenden Industriestaaten haben ihre Märkte umfassend dereguliert. Sie haben soziale Sicherheiten gestrichen, öffentliche Güter privatisiert, die Rechte von Lohnabhängigen beschnitten und soziale Kontrollen verschärft, im Interesse eines möglichst ungehinderten kapitalistischen Wachstums. Doch selbst in Europa, auf der Sonnenseite dieses weltweiten Systems, wird unser Leben von Jahr zu Jahr unsicherer, und die soziale Spaltung nimmt zu. Diese Entwicklung belastet alles: wie wir lernen, wie wir arbeiten, wie wir mit einander umgehen. In den sogenannten „aufstrebenden Märkten“ herrscht ohnehin eine permanente soziale Krise: Enteignung und skrupellose Ausbeutung mit staatlicher Rückendeckung, für ein nationales Wachstum das nur Privilegierten zu Gute kommt. Die neoliberale Transformation hat auch die Finanzmärkte überkochen lassen. Ob DotCom-Boom, Immobilienfonds oder Derivatehandel – seit Jahren platzen die Spekulationsblasen, auf jeden Boom folgt ein Einbruch. Schuld daran sind nicht „Gier“ und „Korruption“ einer kleinen Elite, wie viele glauben. Schuld ist die alltägliche Profitlogik, der wir alle unterworfen sind, ob wir wollen oder nicht. Doch diese Verhältnisse sind von Menschen gemacht und können daher auch von uns verändert werden.

Das EU-Regime knacken

2011 ist die europäische Schulden- und Währungskrise eskaliert. Einige Staaten stehen vor dem Bankrott, und gefährden damit den Euro. Vordergründig haben diese Staaten „über ihre Verhältnisse gelebt“, und gelten jetzt als „Schuldensünder“. Mit dem Versuch über Schulden kapitalistisches Wachstum anzustoßen, taten sie was alle tun, nur weniger erfolgreich. Ihre Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) und den milliardenschweren „Rettungsfonds“ ESM ist an rücksichtslose Auflagen gebunden. Eine europäische „Schuldenbremse“ soll „die Märkte beruhigen“, natürlich zu Lasten der Lohnabhängigen und Erwerbslosen. Private Profite werden dagegen nicht angetastet. Ähnlich ergeht es den ost- und südosteuropäischen Beitrittskandidaten, die von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu umfassenden Kürzungen und Privatisierungsprogrammen genötigt werden. All das soll das krisenträchtige Wettbewerbsregime der EU schützen, und natürlich die Ansprüche der dominanten Ökonomien Kerneuropas: Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs konnten ihre Interessen fast ungehindert durchsetzen. Kein Zweifel, in vielen Ländern gab es heftigen Protest. Allerdings traten dabei die großen nationalen Gewerkschaften als Schützer ihrer Standortinteressen auf, und forderten allenfalls soziale Trostpflaster. Gleichzeitig sind jedoch überall Basisinitiativen entstanden, um die eigene politische Ohnmacht zu überwinden – hieran gilt es anzuschließen. Denn wenn sich etwas ändern soll, müssen wir selbst dafür sorgen.

Unser Leben in unsere Hände

Die europäische Krisenpolitik ist so spekulativ wie es der Kapitalismus immer war. Denn schärferes Sparen gefährdet die ökonomische Stabilität genau so wie Wachstum auf Pump. Es gibt im Kapitalismus keinen sicheren Weg, nur permanentes Krisenmanagement. Sollen wir unser Leben dafür verschwenden? Besser wir kämpfen gemeinsam gegen das Diktat des Kapitalismus, und organisieren uns endlich europaweit. Der Europäische Aktionstag am 31. März 2012 ist dafür ein erster Schritt. Unsere Demonstrationen in Griechenland, Spanien, Deutschland anderen europäischen Staaten sind mehr als ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität. Sie sind schon jetzt Teil einer europaweiten Diskussion und Vernetzung. Wir laden alle emanzipatorischen Initiativen ein, diesen Prozess mit zu gestalten. Wir müssen uns außerhalb der staatstragenden Institutionen organisieren, und einen langen Atem haben. Obwohl die Krise in den europäischen Ländern oft sehr unterschiedlich verläuft, haben wir ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den Kapitalismus nicht retten, sondern überwinden. Wir widersetzen uns nationaler Interessenpolitik und nationalistischer Krisenideologie. Die Verteidigung bestehender sozialer Rechte ist wichtig, aber unsere Perspektive muss weiter sein. Wir müssen die fatalen Zwänge des Kapitalismus brechen. “Echte Demokratie”, wie sie in vielen Protesten gefordert wird, das geht nur ohne Kapitalismus, ohne Staat und ohne Nationalismus!

Morgen 10.03.2012 Nazi Kundgebung in Weißenburg


Die Freien Nationalisten Weißenburg haben für morgen eine Kundgebung am Schweppermannsbrunnen von 11.00-19.00 Uhr angemeldet! Bitte kommt alle und teilt diese Information weiter.

Gegen Nazi Umtriebe in Weißenburg und anderswo!

101 Jahre Internationaler Frauenkampftag!


… auch heute gibt es noch soviel

wofür wir kämpfen müssen!

Der Internationale Frauentag am 8. März wurde in Deutschland erstmals von der Sozialistin Clara Zetkin ausgerufen. Im Laufe der letzten 101 Jahre hat sich vieles für Frauen verbessert, dennoch ist Feminismus längst nicht überflüssig geworden!

Gesetzlich ist die Gleichstellung der Geschlechter zwar schon seit 1948 im Grundgesetz verankert, doch immer wieder belegen zahlreiche Studien, dass die Realität (noch) anders aussieht. Trotz der Ergänzung des dritte Artikel des Grundgesetzes im Jahre 1994, um den Passus „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ gibt es auch heute keine faktische Gleichstellung von Frauen und Männern!

Schlechte Bezahlung, zu wenige Halbtagsjobs, kaum flexible Arbeitszeiten, und statt den notwendigen, und auch eigentlich bis 2013 geplanten Kinderbetreuungsplätzen gibt es jetzt die „Herd-Prämie“!

Frauen verdienen noch immer im Durchschnitt rund 23% schlechter, auch wenn sie den gleichen Job wie Männer machen! Auch sind sie in Führungspositionen, wie beispielsweise in Aufsichtsräten großer deutscher Firmen, deutlich unterrepräsentiert. Doch eine Frauenquote wird sogar von der zuständigen Ministerin, Kristina Schröder (CDU), als „unnötig“ abgelehnt, statt dessen beharrt sie weiterhin auf einer Selbstverpflichtung seitens der deutschen Wirtschaft. (Welche ja auch in den letzten 10 Jahren schon so gut funktioniert hat…)

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt in der Auswertung der Zahlen von 2010, dass der Anteil von Frauen in den Vorstandsetagen der 200 größten deutschen Firmen bei nur 2,5 Prozent gelegen habe.

Das ist nicht hinnehmbar!

Das Betreuungsgeld ist, nicht wie von Seiten der CSU/CDU propagiert, ein „Beitrag zur Wahlfreiheit von Müttern“ sondern ein systematischer Fehler! Wie kann es zur Wahlfreiheit beitragen, wenn es gerade einmal für jedes sechste Kind unter 3 Jahren in Deutschland einen externen Betreuungsplatz gibt?!

Mit der Alt-feministischen Forderung nach Anerkennung der Haus- und Erziehungsarbeit hat das nichts zu tun! Es scheint lediglich eine billigere Variante zum Ausbau der Betreuungsplätze und, soll wohl, dessen mangelhaftes Fortschreiten kaschieren!

Du musst schön, schlank und sexy sein!

Viel zu oft werden Frauen immer noch auf ihr äußeres reduziert. Egal ob Fernsehen, Internet oder Zeitschriften – alle vermitteln das Bild der „super heißen Sexbombe“ die Erfolg hat – weil sie so ist. Gleichzeitig wird ein gefährliches Schönheitsideal transportiert. (Junge) Frauen und Mädchen sind diesem Druck ausgesetzt, sie werden in der kapitalistischen Gesellschaft kontinuierlich und von allen Seiten mit einem Schönheitsideal zugemüllt, welches auf gesundem Wege kaum erreichbar ist. Immer mehr junge Frauen erkranken an Essstörungen, aktuelle Studien belegen, dass zwischen 10% und 15% Prozent aller Frauen an Essstörungen leiden. Da will sich frau gar nicht fragen wie hoch die Dunkelziffer ist…

Diese „über sexualisierte“ Darstellung von Frauen fördert nicht nur stereotype Rollenklischees, sondern begünstigt patriarchalische Denkmuster und negiert somit eine faktische Gleichstellung der Geschlechter.

Sexistische Gesellschaft als Normalzustand?!

Die Piraten leben in einem „Post-Gender-Zeitalter“, die FDP will nur „schöne Frauen“ auf ihren Wahlplakaten, die Unionsparteien wollen die Frauen lieber wieder am Herd sehen, und der Arbeitskreis Sozialdemokratischer Frauen ruht sich auf ihren einst verdienten Lorbeeren aus!

Frauen haben in Deutschland noch immer keine gleichberechtigte Teilhabe, egal ob es um politisches Engagement, ehrenamtliche Initiativen oder den Beruf geht! Immer wieder wird erklärt, dass Frauen eben das eine (Emotionen zeigen, Hausarbeit) und Männer das andere (Auto fahren, Länder regieren) besser könnten.

Die Reproduktion der Zweigeschlechtlichkeit scheint so tief verankert, dass vielerorts gar kein Platz für eine emanzipatorische Sichtweise unter Berücksichtigung neuster Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Gender-Studies bleibt. Oft entsteht der Eindruck, dass gerade in meinungsbildenden Medien, eine solche Auseinandersetzung nicht gewünscht ist.

Vielleicht auch um mancherorts bestehende (männlich-) patriarchalische Machtstrukturen aufrecht zu erhalten oder um die männliche Elite nicht zu gefährden?

…oder einfach weil „Sex sells“?!

Wir treten aktiv ein, für eine Gesellschaft in der

→ Frauen die gleichen Chancen in Studium und Beruf haben!

→ Frauen das gleiche Gehalt bekommen!

→ Frauen nicht zur Profitmaximierung von Konzernen zu (Sex-)Objekten degradiert werden!

→ Frauen nicht nach stereotypen Rollenklischees beurteilt werden!

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg und Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA)

Nachbericht zur Demo in Dresden 2012


Am Samstag, den 18.2.2012 machten wir uns früh morgens auf den Weg nach Dresden. Wir reisten mit knapp zwanzig Bussen aus ganz Süddeutschland an. In Dresden angekommen, versammelten wir uns auf dem Bahnhofsvorplatz, wo die Auftaktkundgebung der antifaschistischen Großdemonstration stattfand.

Nach den jahrelangen massiven antifaschistischen Protesten gegen den einst größten Naziaufmarsch Europas, der in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich blockiert werden konnte, meldeten die Nazis in diesem Jahr, am Samstag nach dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten, nun erstmals keinen Aufmarsch mehr an. Dies ist ein Grund zum Feiern!

In den letzten zwei Jahren sorgte der massive Repressionsappart der sächsischen Landesregierung immer wieder für negativ Schlagzeilen. Speziell dieses Verhalten wurde auf der Großdemonstration thematisiert. So wurden Blockaden als Straftaten dargestellt, Immunitäten aufgehoben, das Büro des Bündnisses und dessen angrenzende Räume, etwa die des Roten Baum e.V. durch SEK-Einheiten gestürmt, Fahnenträger_innen Mithilfe des Vorwurfs “Schwerer Landfriedensbruch” verfolgt und gegen mindestens vierzig Menschen mithilfe des Paragraphen 129a (Bildung einer kriminellen Vereinigung) ermittelt.

Doch auch die Handlungsweise von Polizei und anderen staatlichen Behörden, vermochten nicht den effizienten “Antifaschistischen Widerstand” zu mindern. Mehr als 10.000 Menschen nahmen an der vielseitigen Demonstration teil und machten eindrucksvoll deutlich, dass einzig ein breit aufgestellter Protest in der Lage ist, dem braunen Pack wirkungsvoll entgegen zu treten.

Dennoch bleibt keine Zeit sich auf diesem großen Erfolg auszuruhen, es gibt auch hier, in unserer Region, genug Gründe weiterhin aktiv gegen Neonazismus, Rassismus und anderes menschenverachtendes Gedankengut aktiv zu bleiben. Es finden immer noch wöchentlich Demos, Kundgebungen und andere öffentliche Aktionen von Neonazis statt. Dazu kommen noch regelmäßige Angriffe auf antifaschistische Einrichtungen und NazigegnerInnen, gerade hier in Franken. Diese gilt es ebenso energisch und konsequent zu bekämpfen wie den ehemals größten Naziaufmarsch Europas.

Demo zum Weltfrauenkampftag am 08.03.12 in NBG

Über 100 Jahren ist der Frauenkampftag nun schon alt, dennoch gibt es immer noch genug Gründe auf die Straße zu gehen. Sexismus, patriarchale Strukturen und Gewalt gegen Frauen sind in unsere Gesellschaft leider immer noch alltäglich. Diese Themen sollten uns jeden Tag im Jahr beschäftigen, der 8.März ist jedoch der Tag gemeinsam ein Zeichen zu setzten!

Beteiligt euch an den Aktivitäten zum Frauenkampftag am 8.März:

Infotischen, Aktionen, Ausstellungen uvm. ab 14.00 Uhr | Nürnberger Innenstadt (Lorenzkirche)

Demonstration “Den sexistischen Normalzustand angreifen!”

17.30 Uhr | Lorenzkirche

www.frauenkampftagnbg.blogsport.de